Madrid, November 27, 2012 -- Der Ausblick für die Telekommunikationsdienstleister im Raum Europa,
Naher/Mittlerer Osten, Afrika (EMEA) ist unverändert negativ
für 2013. Die Umsätze dürften in Europa um bis zu
2 % im nächsten Jahr zurückgehen. Hintergrund
sind die anhaltende makroökonomische Schwäche, aggressive
Preissenkungen und die strenge Regulierung. Zu dieser Einschätzung
gelangt die internationale Ratingagentur Moody's Investors Service
in ihrem heute veröffentlichten Branchenausblick.
Der Bericht trägt den Titel Negative Pressure on Cash Flow
to Persist; Low Visibility on When Revenue will Decline" und
ist im Internet auf der Moody's-Website unter www.moodys.com
verfügbar. Abonnenten von Moody's können über
den Link am Ende dieser Pressemitteilung direkt auf den Bericht zugreifen.
Für die europäischen Telekommunikationsdienstleister
dürfte 2013 ein genauso schwieriges Jahr werden wie das aktuelle",
meint Carlos Winzer, Senior Vice President in der Corporate Finance
Group bei Moody's und einer der Autoren des Berichts. Wir
gehen davon aus, dass der intensive Preiswettbewerb und die rückläufigen
Umsätze im Inland zu einem deutlichen Gewinnrückgang führen
werden - trotz des positiven Beitrags der internationalen Diversifizierung
zu den konsolidierten Konzernabschlüssen. Allein für
das Inlandsgeschäft der Unternehmen prognostizieren wir einen durchschnittlichen
Rückgang von fünf bis zehn Prozent in denjenigen Ländern,
die vom sich verschlechternden makroökonomischen Umfeld im Euroraum
am stärksten betroffen sind", so Winzer.
Angesichts rückläufiger Konsumausgaben werden die Privatkunden
weiter preisbewusst bleiben, was zusätzlichen Druck auf die
Konzernumsätze ausübt. Auch das Firmenkundengeschäft
wird unter Druck bleiben, da die Geschäftskunden ihre Sparbemühungen
fortsetzen. Der Wettbewerb hat sich vor allem in der Mobilfunksparte
verschärft, in der einige Netzbetreiber aggressive Preissenkungen
vorgenommen haben. Zahlreiche Unternehmen subventionieren das wachsende
Smartphone-Geschäft, um eine bessere Marktdurchdringung
zu erreichen und sich höhere Marktanteile zu sichern - meist
zu Lasten des Gewinns.
Es ist nach wie vor unklar, wann die Unternehmen den bestehenden
Bedarf an Breitbanddiensten monetisieren können, um für
Umsatzstabilität und künftiges Wachstum zu sorgen.
Die Branche bleibt weiterhin kapitalintensiv. Der rasche technologische
Fortschritt macht es zudem unerlässlich, dass die Unternehmen
vermehrt Investitionen tätigen, um für belastbare und
sichere Hochgeschwindigkeits- und Hochleistungsnetze zu sorgen,
um ihre Angebotspalette stärker zu differenzieren. Insofern
rechnet Moody's damit, dass die Telekommunikationsdienstleister
im EMEA-Raum auch in Zukunft vermehrten Bedarf an höheren
Investitionsausgaben haben werden.
Russland und die Staaten am Persischen Golf verzeichnen positivere Trends.
Für den Großteil der russischen Netzbetreiber erwartet Moody's
ein einstelliges Umsatzwachstum, was in erster Linie auf die anhaltend
starke Nachfrage in der mobilen Datensparte zurückzuführen ist.
Auch für die Anbieter am Golf von Arabien stellt sich die Situation
relativ günstig dar, wenngleich es dort aufgrund der zunehmenden
Sättigung des Marktes zu einer Verlangsamung des Umsatzwachstums
in der Mobilfunksparte kommen wird. Die dortigen Netzbetreiber
sind auf der Suche nach zusätzlichen Wachstumstreibern, wie
Datendiensten.
Obwohl die Telekommunikationsdienstleister im EMEA-Raum noch immer
über eine hohe Liquiditätsausstattung verfügen, rechnet
Moody's mit einer gewissen Verschlechterung der Finanzkennzahlen,
da die Cashflows der Unternehmen zusehends unter Druck geraten.
Des Weiteren fällt es den Unternehmen schwer, die Betriebsausgaben
zu senken, um den Druck, der auf die Umsätze ausgeübt
wird, zu kompensieren. Den Unternehmen mit der geringsten
finanziellen Flexibilität gehen die Optionen aus, um ihre Bilanzen
zu stützen. Moody's ist zudem der Auffassung,
dass einige dieser Unternehmen irgendwann u. U. Eigenkapital
aufbringen werden müssen, sollten Dividendenkürzungen
nicht ausreichen.
Optimistischer ist Moody's, was die mittelfristigen Aussichten
für die Branche betrifft, denn erstens geht Moody's in seinem
zentralen Szenario davon aus, dass die meisten Volkswirtschaften
des Euroraums in den nächsten drei bis fünf Jahren wieder auf
den Wachstumspfad zurückkehren werden. Zweitens wird die von
den Aufsichtsbehörden vorangetriebene Absenkung der Terminierungsentgelte
2013 weitgehend zu einem Ende kommen, da die EU-Kommission
Netzinvestitionen künftig stärker begünstigen will.
Und drittens dürfte sich der Wettbewerb weniger irrational gestalten.
Der negative Ausblick von Moody's trägt der Tatsache Rechnung,
dass die Ratingagentur in ihrem zentralen makroökonomischen Szenario
von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung im Euroraum zwischen -
0,5 % und + 0,5 % für 2013 ausgeht.
Der Ausblick könnte in stabil" geändert werden,
falls es branchenweit im Schnitt zu einer stabilen bis leicht ansteigenden
Umsatzentwicklung in Verbindung mit stabilen Margen und nachhaltigen Cashflows
kommt.
Abonnenten können über diesen Link auf den Bericht zugreifen:
http://www.moodys.com/research/EMEA-Telecommunications-Service-Providers-Negative-Pressure-on-Cash-Flow-to--PBC_147456
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Moody's rechnet für 2013 mit weiter rückläufigen Umsätzen im EMEA-Telekommunikationssektor und behält daher negativen Branchenausblick bei